PMP-Frage der Woche: Stakeholder Engagement

(454) Am Nordpol geht’s rund: Santa Claus und sein Team arbeiten auf Hochtouren und haben gerade eben ihr 17.12.-Daily, also eines ihrer täglichen Statusmeetings, beendet. Teamlead Rudolph berichtet über ein paar bissige Bemerkungen der Elfen, die es nur mäßig gut fanden, wie ab diesem Jahr mit den Last-Minute-Wunschzetteln verfahren werden soll. „War doch gut, wie wir es die ganze Zeit gemacht haben“, war eine der eher höflicheren Bemerkungen.

Rudolph meint, es mache sich da gerade so eine „Mir-doch-egal“-Stimmung breit, statt eines „Wir-schaffen-das“-Aufbruchs. Santa Claus hört sich den Lagebericht interessiert an. Er hatte im Sommer – bei den Planungen zur kommenden Saison – in einer Stakeholder Engagement Matrix bei den Elfen ein „C“ bei „Resistant“ gemacht und ein „D“ bei „Supportive“.

Wie ist die gegenwärtige Situation zu bewerten?

  1. Alles gut. Die Einträge im Engagement Level sind korrekt. Auch wenn die Elfen unzufrieden sind, es entspricht genau der Planung.
  2. Gar nichts gut. Die Einträge im Engagement Level sind nicht korrekt. Hier wurden falsche Marken in den falschen Spalten gesetzt und die Sache ist kritisch.
  3. Alles gut. Die Einträge im Engagement Level sind zwar nicht korrekt, weil es „Neutral“ und „Leading“ hätte sein müssen, aber auch in diesem Falle entspräche der Zustand genau der Planung.
  4. Gar nichts gut. Die Einträge im Engagement Level sind zwar korrekt, aber irgendwelche Maßnahmen haben offensichtlich nicht gewirkt.

Die richtige Antwort is 4.

Erkärung

Also an dieser Situation ist – Stakeholdermanagement Hin oder Her ¬– gar nichts gut. Die Einträge im Engagement Level sind korrekt, aber sind ja bereits im Sommer erfolgt. Ein Stakeholder verändert sein Engagement ja nicht wegen eines Eintrags in einer Spalte, sondern durch Maßnahmen, die ihn auf das Niveau „D – Desired“ hin entwickeln sollen. Wenn sieben Tage vor Weihnachten die gleiche Situation existiert wie im Sommer, hat irgendjemand im Herbst geschlafen…