Lauter R’s – Abkürzungen im Risikomanagement

Immer diese Abkürzungen
Das PMP-Examen lebt zu einem großen Teil von der Abgrenzung der unterschiedlichen Dokumente in Bezug auf Inhalte und Zweck. Was steht in welchem Dokument und was nicht, wie bekomme ich eine korrekte Abgrenzung hin? Wagen wir uns heute in den Bereich Risikomanagement und klären die unterschiedlichen Artefakte.
 
1.      RBS?
2.      RML?
3.      RR?
4.      RBM?
5.      PIM?
6.      RMP?
7.      SWOT?
8.      HÄ?
 
Was sollte man können? Die kryptischen Abkürzungen von 1 bis 7 in eigenen Worten erklären, was macht das jeweilige Artefakt, was macht es nicht. Was steht da drin, was nicht.
 
Auflösung gefällig?

OK, hier – ebenfalls nur in Stichworten – die

Auflösung zu den Abkürzungen

RBS RBS steht für die Risk Breakdown Structure. Dummerweise aber auch für Resource Breakdown Structure (Prozess 6.3.). Manchmal auch für Royal Bank of Scotland. In einer R(isiko)BS stehen nur übliche Risikoquellen, niemals die Risiken an sich. Dient mehr oder weniger als Checkliste oder statistische Zuordnung.
2 RML RML steht für Risk Meta Language und ist die Bezeichnung der Syntax, wie man Risiken beschreiben sollte. Also die Zerlegung eines Risiko in dessen Ursache (die sich dann wieder auf die RBS beziehen kann), die Unsicherheit an sich (das eigentliche Risiko) und die Auswirkung auf die Ziele, wenn es denn eintritt.
3 RR RR wird manchmal als Abkürzung für das Risikoregister gebraucht. Dort – und nur dort – stehen die Risiken in RML-Syntax beschrieben. Risiken stehen nicht in der RBS, stehen nicht im RMP (siehe unten).
4 RBM

RBM ist die Risk Breakdown Matrix.

Noch nie was davon gehört? Macht nix, ist auch eher Stoff für das RMP-Examen. Aber wer weiß? Vielleicht kommt ja doch eine Frage dazu auch beim PMP…

Die RBM spiegelt die RBS gegen die WBS und bildet eine (große) Matrix, an deren Kreuzpunkten sich Risiken finden könnten, die dann in RML beschrieben ins RR wandern sollten …

5 PIM PIM steht für Probability Impact Matrix, auch Risikomatrix genannt. Hier stehen auf der einen Achse die Eintrittswahrscheinlichkeit der Projektrisiken und auf der anderen die Auswirkung. Die ermittelten Risiken werden hier eingetragen, um schnell die bedeutsamsten herausfinden zu können.
6 RMP

Der RMP ist der Risk Management Plan, der Risikomanagementplan. Hier stehen alle Vereinbarungen drin, wie im Projekt Risikomanagement betrieben wird und wer für was verantwortlich ist.

Achtung! Es stehen definitiv keine Risiken drin, die stehen im Risikoregister (s.o.).

SWOT SWOT steht für Strengths – Weaknesses – Opportunities – Threats und ist ein Werkzeug, um die Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen für ein Projekt (oder ein anderes Vorhaben) zu ermitteln und zu analysieren.

Alles klar?